Wir halten`s zusammen

Die Baumeister von historischen Bauwerken, z.B. Kirchen, stellten die Außenwände mit großen Wandstärken zwischen 50 -150 cm (und ggf. größer) her, so dass die Lasten aus der Dachkonstruktion und dem Deckengewölbe über die Wände in den Baugrund abgeleitet werden.  Das Mauerwerk besteht aus Ziegelsteinen und sonstigen Steinen aus umliegenden Steinbrüchen mit oft unterschiedlichen Materialeigenschaften. Somit liegt häufig ein Mischmauerwerk vor, das sich unter Lasteinwirkung unterschiedlich verhält.

Lasteinwirkungen können u.a. Setzungen im Baugrund sein, die als Risse sichtbar werden. Durch diese Risse ist die Tragfähigkeit des Bauteils an dieser Stelle eingeschränkt oder im schlimmsten Fall nicht mehr gewährleistet. Eine fachgerechte Instandsetzung ist erforderlich.

 

Montierte Bohreinheit zum Herstellen der Ankerbohrungen
Endverankerungsplatte
Innenliegender Ringanker

 

Verfahrensbeschreibung

Durch das Trocken- oder Nassbohrverfahren werden bis zu 20 m lange oder längere Löcher parallel zur Wand gebohrt. Nach deren Säuberung wird der Zuganker mit dem entsprechenden Material eingebaut und verpresst. Bei statischer Erfordernis kann es sein, dass der Zuganker mit dem Mauerwerk verspannt werden muss, so dass weitere Bewegungen und somit Risse verhindert werden. Der Einbau der Anker (und ggf. das Miteinander-Verspannen) gewährleistet zukünftig, dass die Kräfte kontrolliert im Bauteil weitergeleitet werden und z.B. im Falle einer Außenwand wieder eine „intakte Wandscheibe“ das Gebäude aussteift.

Kloster Aldersbach